Aus Fujifilm und Xerox wird FUJI XEROX

Der japanische Konzern Fujifilm übernimmt bis zum August 2018 in einer Transaktion von mehr als sechs Milliarden Dollar einen US-Partner Xerox. Fuji Xerox kauft dabei das 75%ige Aktienpaket von Fujifilm zurück und Fujifilm soll wiederum 50,1% der Xerox-Aktien erwerben. Das bisherige Fuji-Xerox-Joint-Venture wird integriert.

Fujifilm und Xerox sind schon lange enge Partner: Seit 1962 existiert das Joint-Venture Fuji Xerox. Der Unternehmenszusammenschluss kümmert sich bisher vor allem um die Vermarktung Druckerprodukte im asiatischen Markt sowie um die Produktion von Druckwerken. Xerox konzentrierte sich auf den amerikanischen und europäischen Markt.

Zukünftig stellen Fujifilm und Xerox ihre Firmenstruktur neu auf: Bisher hält Fujifilm 75 Prozent und Xerox 25 Prozent am Joint Venture. Nun soll Xerox die 75 Prozent von Fujifilm übernehmen. Im Gegenzug übernimmt Fujifilm mit 50,1 Prozent die Mehrheit an Xerox. Xerox ändert mit der Transaktion den Namen. So entsteht eine neue “Fuji Xerox”. Die Markennamen Fuji Xerox und Xerox sollen aber in den jeweiligen Vertriebsregionen weiter verwendet werden. Der neue Konzern soll umsatzmäßig zu den Weltbesten im Bereich Dokumenten-Management-Lösungen werden.

 

Die beiden Firmenzentralen bei Xerox in Norwalk, im US-Staat Connecticut, sowie bei Fuji Xerox im japanischen Minato bei Tokio sollen beibehalten werden.

Das neu aufgestellte Unternehmen erwartet durch die Umstrukturierung in den kommenden fünf Jahren eine Ersparnis von rund 1,7 Milliarden Dollar. Alleine bis 2022 sollen davon 1,2 Milliarden eingespart werden. Man wolle eine “grundlegende Strukturreform” durchführen, um Ertrag und Produktivität zu verbessern. Ziel sei ein schlankeres Unternehmen.
Weitere Maßnahmen betreffen Marketing, die Wertschöpfungskette sowie Technologien: So soll eine global aufgestellte Marketing-Strategie die Marktanteile in den Regionen steigern und weitere globale Kunden gewinnen. Durch die Optimierung der Wertschöpfungskette von Forschung und Entwicklung über Fertigung und Beschaffung bis zur Logistik sollen neue Produkte eingeführt und gleichzeitig die Kostenstruktur wettbewerbsfähiger gemacht werden. Zudem erhofft man sich bei den Partnern weitere Synergieeffekte bei der Zusammenführung und gemeinsamer Nutzung von Technologien.

Xerox in Deutschland
Die deutschen Vertriebsgesellschaften hatten in den Jahren 1992 bis 1995 einen Umsatz von rund 550 Millionen Euro. Nun rutscht der Umsatz auf die 100 Millionen-Euro-Marke. Durch ein ausgeprägtes Kosten-Management konnten dennoch Profite erzielt werden. In den nächsten Jahren wird sich herausstellen, ob die geplante, verbreitete Geschäftsbasis für Fujifilm die erhofften Vorteile bei Umsatz und Gewinn bringen wird. Bisher hat sich von der deutschen Xerox-Niederlassung in Neuss noch niemand zu den möglichen Auswirkungen auf den deutschen Xerox-Channel geäußert.

Quellen: https://www.channelpartner.de/a/fujifilm-uebernimmt-mehrheit-bei-xerox,3333181 und Internetrecherchen